Kampfkünste

Aikido (japanisch) und Taijiquan (chinesisch) sind alte Kampf- und Bewegungskünste. Sie dienen der Lebenspflege, der Gesundheit, der Entwicklung von Körper und Geist sowie der Selbstverteidigung.
Sie können durch ihre Philosophie als Lebensweg oder als Hobby beschritten werden. Ihr gesundheitlicher Wert ist weltweit anerkannt.
Als Kampfkünste folgen sie den Überlieferungen, die innere Energie anstelle von Muskelkraft fördern. Sie verbinden Selbstverteidigungsbewegungen mit der Führung der inneren Energie und gelten daher als innere Kampfkünste. Somit können sie von jung und alt, Mann und Frau, groß und klein gleichermaßen erfolgreich geübt werden.
Sie fördern das Gleichgewichtsgefühl, eine aufrechte und entspannte Körperhaltung und die Wahrnehmung des eigenen Körpers.
Mit der Zeit befindet sich der Übende immer öfter in seiner körperlichen und geistigen Mitte.
Die innere Energie wird auch im Alltag nutzbar.


Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die aus alten Kampf- und Waffenkünsten von O-Sensei Morihei Ueshiba entwickelt wurde.
Die Techniken werden Paarweise geübt und orientieren sich an dynamischen Kreis- und Spiralbewegungen. Jeder Angriff wird ins Leere abgeleitet und die Kraft des Partners genutzt. Der Partner wird mittels der Techniken aus seinem Gleichgewicht gebracht und abschließend entweder geworfen oder am Boden fixiert. Daher ist auch die Fallschule ein wichtiger Aspekt. 
Beide Partner lernen im Training sich gegenseitig zu respektieren und sich auf den anderen einzustellen.
Meditation und Atemtechniken zu Beginn des Unterrichts erhöhen die Konzentration und fördern die Aufnahmefähigkeit von schwierigen Techniken.

Aikido wird für Kinder und Erwachsene angeboten. Allen gemeinsam sind neben den eigentlichen Aikidotechniken folgende Schwerpunkte:

Atemübungen, Entspannung
Aufmerksamkeit, Konzentration
Achtsamkeit, Disziplin
Geschicklichkeit, Flexibilität
Körperkoordination, Teamgeist
Rücksichtnahme

Das Kindertraining wird in drei Gruppen eingeteilt:

5 – 7 Jahre       Ziel dieser Stunde ist, die Kinder mit spielerischen Übungen und Aufgaben auf das spätere Aikidotraining vorzubereiten.
  8 – 11 Jahre
12 – 14 Jahre

Im Aikido wird auch mit Waffen geübt.
O-Sensei Morihei Ueshiba war auch ein Meister der traditionellen Waffe der Samurai, dem Schwert (Katana) und des Stockes (Jo). In der Entwicklung seines Aikido ließ er viele Prinzipien und Aspekte des Schwert- und Stockkampfes einfließen.
Dieses Training wird in extra Stunden (Schwerttraining, Stocktraining) angeboten. Geübt wird mit Holzwaffen (Schwert – Bokken, Stock – Jo). Dabei geht es nicht um Kampf- oder Selbstverteidigungstechniken, sondern durch erlernen bestimmter Katas (Formen) die Prinzipien für das Aikido transparent zu machen.

Taijiquan (Tai Chi Chuan) ist eine alte chinesische Kampfkunst, die schon eine sehr lange Tradition hat. Die Bewegungen sind sanft und fließend, voller Ausdruck, Schönheit und Energie. Die Formen (in unserer Schule die Formen des Yangstil) werden allein und sehr langsam geübt. Es gibt aber auch Partnerübungen.

Qi Gong ist eine alte chinesische Heilkunst, die auch schon eine sehr lange Tradition hat. Qigong (chin. Qi - Lebensenergie, Gong - Übung, Fähigkeit, zusammen also: Übung mit der Lebensenergie) ist ein komplexes System von Übungen, die der Kontrolle des Qi dienen und dazu beitragen, die Lebenskraft zu stärken. Basis aller Qigong-Übungen ist eine Kombination von Atem- und Körperübungen und Meditation.